Auch die Angehörigen eines suchtkranken Menschen leiden unter der Sucht, häufig schon früher als der Betroffene selbst. Sie versuchen vieles, um mit den Folgen der Abhängigkeit zurechtzukommen. Oft müssen sie mehr Aufgaben und Verantwortung in der Familie übernehmen, Ärger, Hilflosigkeit und Verzweiflung aushalten, anderen gegenüber Erklärungen finden und daneben natürlich ihr eigenes Leben weiterführen. Nicht selten kommen ihre eigenen Bedürfnisse dabei viel zu kurz.

Während die ersten Therapien von Suchtkranken noch weit abseits des Zuhauses stattfanden, weiß man heute besser um die Bedeutung des Einbezugs von Angehörigen in die Behandlung. Nicht nur der Therapieerfolg erhöht sich, wenn Familienmitglieder oder Partner zu gemeinsamen Gesprächen bereit sind. Auch sie selbst bekommen dadurch eine wichtige Unterstützung und  Verständnis in ihrer schwierigen Lage.

Wir legen daher auch besonderen Wert darauf, die Angehörigen während der Behandlung miteinzubeziehen. Sie sind herzlich eingeladen, unser Angehörigenangebot wahrzunehmen, dadurch die Sucht des Betroffenen besser verstehen zu lernen und eine Entlastung für sich selbst zu bewirken.

Speziell für Angehörige unserer Patienten halten wir ein umfassendes Angebot bereit:

  • die Teilnahme an einer  Angehörigengruppe (nur Angehörige)
  • die Teilnahme an Paarseminaren (Patient und Angehöriger)
  • Paar- und Familiengespräche
  • Einzelgespräche für Angehörige

Für Angehörige und Bezugspersonen unserer Patienten werden die Kosten von der Krankenversicherung bzw. dem Rentenversicherer übernommen.

Die vertrauliche Behandlung des Gesagten ist auch hier selbstverständlich. Wir unterliegen der Schweigepflicht.